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Förderung für Auszubildende mit Legasthenie

immer mehr Auszubildende können nicht richtig lesen und schreiben – die Rede ist nicht etwa von Analphabeten, sondern von Jugendlichen, die bereits in der Schule große Schwierigkeiten im Bereich des Lesens und des Schreibens hatten. Meist schaffen sie den Schulabschluss, unter Umständen, weil vermeintlich wohlwollende Lehrer aufgrund ansonsten guter Leistungen der Schüler bei genau diesen Problemen „ein Auge zugedrückt haben“ – mit zum Teil fatalen Folgen für die Schüler.

Schriftliche Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz werden im besten Fall im familiären Umfeld korrigiert und auch beim Bewerbungsgespräch fällt die Symptomatik üblicherweise nicht auf. Da Legasthenie keine Krankheit ist, ist auch deren Erwähnung bei der Einstellungsuntersuchung nicht erforderlich. In den seltensten Fällen sprechen Jugendliche freiwillig über ihre Schwierigkeiten – zum einen, weil sie diese banalisieren, zum anderen aus Sorge, aufgrund dieser Probleme den erwünschten Ausbildungsplatz möglicherweise nicht zu erhalten. Doch spätestens in der Berufsschule werden die Defizite im schriftsprachlichen Bereich offenkundig. Selbst wenn sie es schaffen, sich bis zur Zwischenprüfung regelrecht durchzuschlagen, folgt zumeist spätestens dann die erste große Ernüchterung: Viele Auszubildende, die unter Legasthenie leiden, schaffen die schriftlichen Prüfungen nicht. Für sie beginnt damit oft ein Teufelskreis, der – wenn sie keine adäquate Unterstützung erhalten – mitunter im Abbruch der Ausbildung oder in Arbeitslosigkeit endet.

Haben Sie Auszubildende, die durch Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben auffallen? Dann bieten Sie ihnen Unterstützung an: Das Institut für Lernförderung und Kommunikation (ILK) hat sich darauf spezialisiert, Auszubildende mit Schwierigkeiten in diesem Bereich mit gezielten Trainings¬maßnahmen zu unterstützen und ihnen damit die Chance zu geben, auch die schulischen Anforde¬rungen der Ausbildung zu meistern – denn selbst wenn sie am Arbeitsplatz gute Leistungen erbringen: 40 % der Ausbildung findet üblicherweise in der Schule statt und hier entscheidet sich letztlich, ob eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wird oder nicht.

Unser Angebot für Betriebe und größere Unternehmen ist breit gefächert: Neben den Trainings hier im Institut bieten wir auch Schulungen via Skype oder vor Ort in dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb an. Gerne informieren wir Sie über die Rahmenbedingungen, wozu z. B. auch die finanzielle Förde¬rung dieser Maßnahmen gehört.